International

„Targeting the Ultra Poor” in Afghanistan

Veröffentlicht am 30. Juni

Gute Nachrichten cash

In einem Experiment mit über 1200 afghanischen Haushalten hat eine Gruppe internationaler ÖkonomInnen getestet, wie extreme Armut in Krisenregionen effektiv bekämpft werden kann. In ihrer Evaluation fanden die Forschenden signifikante Verbesserungen in allen Bereichen.

Global ist der Anteil von Menschen, die in extremer Armut leben seit 1990 von 36% auf 10% im Jahr 2015 gesunken. Die Situation in manchen Krisenregionen verläuft aber gegen den Trend – so auch in Afghanistan. Das „Targeting the Ultra Poor“-Projekt der NGO BRAC ist ein Mittel, die extreme Armut in diesen Regionen zu lindern.

1219 der ärmsten Haushalte wurden ausgewählt und zufällig in Experimental- und Kontrollgruppe unterteilt. Frauen in den Haushalten der Experimentalgruppe erhielten Hilfe in der Höhe von knapp 500 US-Dollar in der Form von Nutztieren, sowie monatlichen Zahlungen und Schulungen für den Zeitraum eines Jahres.

Ein Jahr nach dem Ende des Programms bewerteten die ÖkonomInnen die Effektivität des Projekts: Der Anteil an Haushalten unter der Armutslinie sank von 82% auf 62%. Im Vergleich mit der Kontrollgruppe sinkt die Verschuldung um 53%, Konsumausgaben steigen um 30% und die weibliche Erwerbsbeteiligung steigt um 22%. Unter Berücksichtigung aller Verbesserungen schätzen die Forschenden die interne Zinsrate des Projekts auf 26%.

Die AutorInnen der Studie liefern damit einen Anhaltspunkt für den Kampf gegen Armut in Krisenregionen. Wie vorangegangene Studien, werden auch diese Ergebnisse Anwendung in Entwicklungsländern finden.

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