Gesundheit

Heute ist Welttag der Suizidprävention

Am 10 September, 2019

Gute Nachrichten suizidprvention
Die gute Nachricht ist: Wir wissen es hilft darüber zu reden. Darum ist es uns ein besonderes Anliegen über diesen Tag zu berichten, um mit dem Tabu rund um das Thema Suizid zu brechen. 

Der Welttag der Suizidpräventation hilft ein Bewusstsein für dieses schwere und komplexe Thema zu schaffen. Der Tag soll informieren wie und wo man sich Hilfe suchen kann. In Österreich gibt es mehrere Anlaufstellen: Die Telefonseelsorge (142), der psychosoziale Dienst (01-31330), das Kriseninterventionszentrum (01-4069595) oder online beim Suidzidpräventionsportal, das sich sowohl an Betroffene als auch Angehörige richtet.

Auch die katholische Kirche versucht heuer erstmals das Tabu rund um das Thema zu brechen. Obwohl das Christentum Suizid als eine Sünde sieht, hält die Caritas gemeinsam mit der Telefonseelsorge heute eine Gedenkfeier für jene ab, die sich im Jahr 2018 in Wien das Leben nahmen. Damit möchte auch die Kirche ein Zeichen setzen und Menschen dazu animieren sich in schweren Zeiten Hilfe zu suchen.

Es ist auch uns besonders wichtig über diesen Tag zu schreiben. Vor allem, da die mediale Berichterstattung über Suizid einen direkten Einfluss auf die Suizidrate hat. Man weiß schon seit längerer Zeit, dass das Berichten über Suizide einen Imitationseffekt hat: Dieser nennt sich „Werther-Effekt“. Er ist nach der Hauptfigur aus Goethes Werk „Die Leiden des jungen Werthers“ benannt, weil sich nach dessen Erscheinung so viele Menschen das Leben nahmen, dass das Buch für einige Zeit sogar verboten war.

Eine gute Nachricht ist: Es konnte auch ein gegenteiliger Effekt nachgewiesen werden. Der „Papageno-Effekt“, benannt nach der Figur aus Mozarts „Zauberflöte“. Dieser zeigt, dass wenn Medien über suizidpräventive Maßnahmen oder Bewältigungsstrategien berichten, die Suizidrate in der Bevölkerung abnimmt. Darum vergibt das Sozialministerium gemeinsam mit der österreichischen Gesellschaft für Suizidprävention und der Wiener Werkstätte für Suizidforschung heuer auch erstmals den „Papageno-Medienpreis“ für suizidpräventive Berichterstattung.

Stichwort Suizidrate: In Österreich zeichnet sich glücklicherweise seit den 80er-Jahren ein abnehmender Trend ab. Dank der besseren psychosozialen Versorgung, Präventionsmaßnahmen und der allgemeinen Verbesserung der Lebensqualität ist die Suizidrate in den letzten 50 Jahren ungefähr um 44% gesunken. Wir wünschen uns, dass diese Tendenz anhält!

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