Motivation

Heute gehma wählen!

Am 28 September, 2019

Gute Nachrichten Thomas Q unsplash

Am Sonntag dem 28.09.2019 wählt Österreich den Nationalrat! Österreich wählte wirklich oft in den letzten Jahren und wir verstehen, warum manche vielleicht schon wahlmüde sind. Nichtsdestrotz ist wählen ein Privileg. Wählen gehen zu dürfen, ist eine gute Nachricht!

Erst seit 100 Jahren wählen Männer und Frauen in Österreich. 1907 wurde das allgemeine Wahlrecht für Männer eingeführt. Davor gab es das sogenannte Kurienwahlrecht. Kurienwahlrecht bedeutet, dass ausschließlich Menschen die einer gewissen Gruppe angehören, Erlaubnis haben zu wählen. Oft sind dies ohnehin schon priviligierte Gruppen wie Angehörige des Adels oder des Klerus, Industrielle und Großgrundbesitzer. 

1918 führte Österreich dann endlich das Wahlrecht für Frauen ein. Damit waren wir später dran als Norwegen, Dänemark und die Sowjetunion. Australien führte als erstes Land der Welt 1902 das Wahlrecht für Frauen ein. Am 16. Februar 1919 durften das erste Mal Frauen und Männer gleich und frei wählen. Nach dem zweiten Weltkrieg 1945 kehrte dieses gleiche Wahlrecht zurück. Seit 2007 darf in Österreich jede Person ab dem 16. Lebensjahr auf Bundesebene wählen, die die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen. Auf Landesebene können auch BürgerInnen der Europäischen Union mitwählen, die einen Wohnsitz in Österreich haben.

Auch in der heutigen Zeit ist eine freie Wahl nicht selbstverständlich. Seit 2006 errechnet die Zeitschrift The Economist für 167 Länder einen Demokratieindex. Unterschieden werden vier Regierungsformen: Vollständige Demokratie, unvollständige Demokratie, Hybridregime und autoritäres Regime. Untersucht werden Kriterien wie freier und gerechter Wahlprozess, die politische Kultur und Bürgerrechte. 

Das demokratischste Land der Welt is Norwegen mit 9.87 von 10 Punkten. Österreich liegt auf dem 16. Platz mit 8,29 Punkten direkt hinter Uruguay. Die undemkoratischsten Länder der Welt sind die Demokratische Republik Kongo (1,49/10), Syrien (1,43/10) und Nordkorea (1,08/10). Die drei Länder belegten die letzten der 167 Plätze im Jahr 2018.

Sieht man sich an, was dass in einem globalen Kontext bedeutet, ist ein Muster erkennbar: Die Länder mit dem höchsten Werten liegen in Nordamerika und Westeuropa. Von 167 Ländern sind 20 eine Vollständige Demokratie wie Österreich. 55 Länder sind unvollständige Demokratien, zum Beispiel Italien und Slowakei. Hybridregime wie Montengro und Guatemala machen 39 Länder aus. Autoritäre Regime wie Nordkorea und Russland findet man 53 Mal auf der Liste.

Um zu verdeutlichen, warum das Wahlrecht nicht selberständlich ist, schauen wir uns noch ein paar Zahlen genauer an. 20 Vollständige Demokratien machen zwar 12% aus, allerdings leben nur 4,5% der Weltbevölkerung in diesen Ländern. Obwohl Hybridregime mit 23,4% fast doppelt so viel ausmachen, leben vier mal so viele Menschen (17,7%) in Regimen die unter 6 Punkte auf der Skala erreichen.  Fast 36 Prozent leben in Autoritären Regimen.

Obwohl im Jahr 2019 weltweit so viele Menschen das Wahlrecht haben, wie noch nie zuvor, befinden wir uns damit in einer Minderheit. Deshalb finden wir, dass wählen gehen zu können, eine gute Nachricht ist. 
Macht von eurem Recht Gebrauch und macht ein Kreuzerl!

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