Gesundheit

Seit heute ist Österreich umweltfreundlicher – und rauchfrei!

Am 31 Oktober, 2019

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Eine Debatte, bei dem sich seit Jahren, fast Jahrzehnten, die Geister scheiden. Heute ist es in Kraft getreten: Seit 1. November sind Österreichs Lokale nichtraucherfreundlich. Während vor allem die gesundheitlichen Schäden des Rauchens immer wieder im Zentrum der Debatte waren, möchten wir heute darauf eingehen, warum jede nicht gerauchte Zigarette gut für unsere Umwelt ist.

Eigentlich sollte auf der Hand liegen wie schädlich Rauchen für die Umwelt ist. Während Mehrwegbecher und Verbot von Einwegplastik in aller Munde ist, spricht kaum jemand darüber, dass Zigaretten nur ein einziges Mal verwendet werden können. Erst vor wenigen Tage wurde diskutiert, wie sinnvoll Zigarettenfilter überhaupt sind. Für die Gesundheit sollen sie kaum Vorteile bringen,  stellen aber eine massive Belastung für die Umwelt dar.

Doch beginnen wir lieber am Anfang: Die Tabakplfanze. Mittlerweile gehört es schon zur Allgemeinbildung zu wissen, wieviel Regenwald abgeholzt wird für ein einziges Steak. Doch kaum jemand spricht darüber, wieviel Urwald in Afrika abgeholzt wird um Tabak anzubauen und zu trocknen. In den letzten 50 Jahren halbierte sich Tansanias Waldbestand. Es ist jedenfalls nicht nur der Anbau, der so schädlich für unsere Umwelt ist. Um den Tabak zu trocknen, wird vor allem sogenanntes Hartholz verbrannt, weil dies eine besonders starke Rauchentwicklung hat. 160 Kilogramm Holz werden für 1 Kilo Tabak verbrannt, dies entspricht ca. 5 Kilo pro Tabakpäkchen. Bei einem durchschnittlichen Rauchverhalten bedeutet das ein Baum alle drei Monate – nur für das Trocknen des Tabaks. Durch die fortgeschrittene Abrodung, muss Feuerholz von weit entfernt angekauft werden. Dadurch werden die Arbeitsbedingungen immer schlechter und die Gewinnspanne immer geringer – Die Menschen, die Tabak anbauen, verarmen immer mehr und zerstören dabei ihren Lebensraum.

Durch das Verbrennen des Holzes entsteht selbstverständlich auch CO2, aber auch der Import verursacht CO2 – ganze 84 Millionen Tonnen im Jahr. Auch der Wasserverbrauch für die Erzeugung einer einzigen Zigarette ist schockierend. So fließt in die Herstellung eines Glimmstängels 3,7L Wasser, das heißt pro Päckchen 74L.

Ein weitere Umweltbelastung ist außerdem das Material aus dem Zigaretten gedreht werden. Die Filter bestehen aus Plastik und das Papier ist gebleicht. Zigarettenstummel stellen mittlerweile eine enorme Belastung für unsere Umwelt dar. Strände, Wälder und Meere sind voll von dem Abfallprodukt. Diese setzen noch dazu Stoffe frei, die unserem Abwasser und unserem Böden enorm schaden.

Selbst wenn vermittelt wird, es gäbe umweltfreundlichere Möglichkeiten zu rauchen, entspricht dies nicht der Warheit. Ungebleichtes Papier, Filter aus Karton oder bio-zertifizierten Tabak, dennoch muss man sagen: Weniger umweltschädlich, ist nicht umweltfreundlich. Tatsächlich gibt es keine Möglichkeit zu rauchen und der Umwelt nicht zu schaden. Gerade deshalb ist das Nichtrauchergesetz unglaublich gut für unsere Umwelt. Und natürlich unsere Gesundheit und die unserer Mitmenschen! Eventuell kannst du den Umweltaspekt auch als Motivation nehmen um damit aufzuhören. Wir wünschen dir viel Erfolg dabei!

Bildrechte: Andrew Pons via unsplash.com
 

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