Innovation

Turbulenzfreie Flüge dank neuer Technik

Am 3 September, 2019

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An der TU Wien hat der Badener Pilot Andreas Galffy eine Technologie entwickelt, die Turbulenzen während eines Fluges ausgleichen soll. Geht es nach ihm, so sollen diese bald der Vergangenheit angehören.

Im Zuge seiner Dissertation am Institut für Automatisierungs- und Regelungstechnik der Technischen Universität entwickelte der leidenschaftliche Pilot seine – wie er sie bezeichnet – "intelligenten Flügel". Turbulenzen entstehen grundsätzlich durch Auf- und Abwinde in der Luft. Die "intelligenten Flügel" würden sich diesen Auf- und Abwinden aktiv anpassen und somit die Turbulenzen unterdrücken, erklärte Galffy während eines Fluges am Flugplatz Vöslau.

Konkreter schilderte er weiter, dass das Anpassen durch die Klappen an den Flügeln passieren soll. Die Klappen erhöhen oder senken den Auftrieb abhängig von ihrer Stellung und werden zum Großteil nur bei Start und Landung eingesetzt. Anstelle des manuellen Gegensteuerns von PilotInnen, sollen Sensoren die Turbulenzen frühzeitig erkennen und die Klappen in die richtige Position bringen.

Das Problem am herkömmlichen Gegensteuern mittels Querruder ist die menschliche Reaktionszeit. Galffy erklärt, dass Turbulenzen ein schnelleres Handeln erfordern würden, als die Reaktionszeit erlaubt: „Wenn man zu spät reagiert, dann ist die Aufwärts- und Abwärtsbewegung, die man mit einer entgegengesetzten Bewegung ausgleichen will, genau verschoben und dann hat man praktisch die doppelte Aufwärts- und die doppelte Abwärtsbewegung“.

Erste Testflüge im Flugsimulator sowie unbemannte Flüge waren bereits ein voller Erfolg. Galffy präsentierte die Technik bei der internationalen Airshow in Paris und beantragte bereits ein Patent. Nun gab das Bundesministerium die Zusage, die Sensoren im Rahmen eines Luftfahrtprogramms auch auf bemannten kleineren Fliegern in den nächsten zweieinhalb Jahren zu testen. Galffys Ziel ist es, seine Erfindung danach auch auf große Passagierflugzeuge zu bringen, da die Technik vom kleinsten bis zum größten Flieger anwendbar sei. 

Damit wäre nicht nur das Komfort-und Sicherheitsgefühl der Passagiere höher, sondern es würden auch CO2-Emmissionen und Sprit gespart werden, da diese während Turbulenzen höher sind, als im ruhigen Flug.. „Wenn man sich Vögel ansieht, so sieht man dasselbe: Sie gleichen Turbulenzen mit ihren Flügeln aus und fliegen ganz ruhig", erklärt Galffy.

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